Bundesverband Deutscher Herefordzüchter e.V.

Die Rasse mit Zukunft

Robuste, leichtkalbige, wirtschaftliche, Fleischrinder

Die heutige Rasse der Herefordrinder, die als der wichtigste Rindfleisch-Lieferant der Welt bezeichnet werden kann, ist das Ergebnis von zweihundert Jahren gezielter Züchtung.

Niedrige Futterkosten sind die Basis einer rentablen Mutterkuhhaltung. Das natürliche Vermögen der Hereford-Fleischrinder, Gras in Qualitätsfleisch bzw. Milch umzuwandeln, ist der Grund für den einzigartigen Stellenwert, den die Hereford-Fleischrinder weltweit in der Qualität,  Zucht und Produktion innehaben. Die seit Anfang des vorigen Jahrhunderts erzielten Zuchtfortschritte spiegeln sich in den Eigenleistungsprüfungen rund um den Erdball wieder. Absetzergewichte von ca. 300 kg, Tageszunahmen von ca. 1.200 g bis 1.500 g sind keine Seltenheit.

Leistungsdaten der HEREFORD-Rasse

  Kühe Bullen
Kreuzbein  132 bis 142 cm  140 bis 155 cm
Gewicht  650 bis 850 kg  900 bis 1.350 kg
tägl. Zunahmen  800 bis 1250 g  1100 bis 1500 g
Geburtsgewicht  33 kg  36 kg
Erstkalbalter  24 bis 30 Monate  –

Herefords eignen sich für die ganzjährige Freilandhaltung. Ihre ausgesprochene Anpassungsfähigkeit in den verschiedenen Klimazonen der Welt, die es ermöglicht, gleich gute Zucht- und Masterfolge zu erzielen, haben ihr schnell den Beinamen „Ranchers Cattle“ eingebracht. Über fünf Millionen reinrassige Hereford- Fleischrinder gedeihen in ca 50 Ländern auf manchmal dürftigstem Grünland. Dürre und Nässe, klimatische Extreme – sei es die arktische Kälte oder die tropische Hitze – beeinflussen die Rentabilität der Hereford- Zucht und -Mast in keiner Weise.

Durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten kann man Herefords weltweit in verschiedenen Zuchtrichtungen antreffen. Während der ursprüngliche Typ eher kleiner und tiefrumpfiger war, trifft man heute in der internationalen Zucht meist auf mittel- und großrahmige Tiere, vor allem in Nordamerika, Kanada, Neuseeland, und Australien. Die in Deutschland angestrebte Zuchtrichtung weist ein mittelrahmiges, lang gezogenes Rind mit guter Bemuskelung auf, das sich sowie für eine extensive, wie auch für eine intensive Haltung eignet.

Hereford-Kühe, international bekannt für gute Mütterlichkeit, sind aufgrund ihrer breiten Becken, aber auch wegen der geringen Geburtsgewichte der Kälber sehr leichtkalbig. Über die letzten Jahre ist durch Zucht die Milchleistung der Hereford-Kühe enorm gesteigert worden, so daß die Absetzer beachtliche Gewichte erzielen. Durch diese Eigenschaften, aber auch durch Langlebigkeit, d.h. langer Nutzungsdauer, kann man Hereford-Kühe als sehr wirtschaftlich bezeichnen.

Herefords sind anerkannterweise die besten Futterverwerter, insbesondere von Raufutter. Sie verfügen über die Fähigkeit, Futter auch von dürftigen Standorten, die sie weltweit oft vorfinden, rasch in Qualitätsfleisch umzuwandeln. Deshalb sind sie auch bei uns bestens als Restflächenverwerter geeignet.

Die äußerst umgänglichen Herefords zeichnen sich auch in hervorragender Weise durch ihre ausgezeichnete Fleischqualität aus. Sie haben einen frühreifen Schlachtkörper, der sich durch eine besondere Marmorierung und feines Aroma auszeichnet. Durch auffallende Kurzfaserigkeit ist Hereford-Fleisch an Zartheit nicht zu übertreffen.

Allerdings reagiert die Hereford-Rasse auch recht positiv auf die intensive Fütterung. Dieses zeigen beste Bilanzen aus dem Zucht- und Mastprogramm, sowie der Einkreuzung mit anderen Rinderrassen.

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